Die EU schafft sich ab

Neue Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland sollen morgen in Kraft treten. Man will Stärke zeigen und Härte. Und man ist sich der Unterstützung der USA sicher. Die Diplomatie gibt damit erneut ihr Versagen zu. Was sollte sie auch ausrichten? Man kann nicht gegen die eigene Fantasie diskutieren. Auch dann nicht, wenn sie vom Dauerfeuer der offenkundigen Lügen aus Kiew genährt wird.

Die Sanktionen sollen in erster Linie den Energiesektor treffen. Die russischen Ölkonzerne Rosneft und Trasnsneft, aber auch den Ölsektor von Gazprom. Hat da auch der Sachverstand versagt? Die europäischen Gas- und Kohlevorräte reichen noch für ein Jahr, wurde bei einer Studie festgestellt. Öl und Gas in Deutschland reichen noch für zwei Jahre. Nun ist die Studie nicht mehr ganz frisch und ein Teil dieser Zeit ist bereits vergangen.

Ob die USA wirklich helfen können? Sie müssen doch schon die halbe Welt mit Kriegen überziehen, um ihre Interessen, also ihre Zugriffsmöglichkeiten auf das Erdöl anderer Länder, verteidigen zu können.

Wie schließt der oben verlinkte Artikel so schön: „Die EU befürchtet, dass Moskau Kohlenwasserstoffe als ‚politische Waffe‘ missbrauchen und es im Winter zu Lieferengpässen kommen könnte.“ Allerdings hatte Putin keine Lust, diese Ängste zu erfüllen. Da macht Brüssel das eben selbst. Genau so wie man damit die Verträge auflöst, mit denen die russischen Reserven seit der Ära Jelzin geplündert werden und die Putin ein Dorn im Auge sind.

Da sitzen wahre Putin-Versteher in Brüssel.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s