Archiv für den Monat Februar 2015

Kiew verliert gleich zwei Armeen

Seit ihrer Unabhängigkeit im Jahre 1991 ist die Ukraine hin- und hergeschüttelt. Wirtschaftlich folgte sie einem Schlingerkurs. Der wiederum folgte einem politischen Schlingerkurs. So ist das Land für ausländische Investoren von geringem Interesse. Damit fällt auch weniger auf, wie stark die Korruption im Laufe dieser Jahre wird. Wenn da nicht die militärstrategische Bedeutung und auch die Bodenschätze wären. Sie locken die USA, die gern ihren Energiehunger direkt vor den Grenzen der anderen Weltmacht stillen würden. Bisher schlug der Versuch fehl. Aber da gibt es ja noch die EU-Staaten. Weiterlesen

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Wer ist wer?

„Russland unterstützt die Separatisten“, tönte es monatelang aus Kiew. Die USA hatten angeblich Beweise, dass die russische Armee im Donbass kämpft. Beweise, die sie nie vorgelegt oder aber durch Fälschungen ersetzt hat.

Jetzt kommt heraus: Die USA haben die Separatisten unterstützt. Naja, nicht direkt. Sie lieferten Waffen an die ukrainische Armee und die ließ sie liegen.

Ja, wo laufen sie denn?

Wer kennt ihn nicht, diesen Klassiker von Wilhelm Bendow und Paul Morgenstern? Der Sketch, der 1926 auf der Schallplatte „Rennbahngespräche“ vertont wurde, erlebte 1972 eine Renaissance und erreichte größere Bekanntheit durch die Verwendung in Loriots Zeichentrickfilm „Auf der Rennbahn“.

Jetzt scheinen die durch das Bundeswahlgesetz zum Block geschmiedeten Parteien der Bundesrepublik eine Neuauflage anzustreben. Nach Loriot müsste man angesichts der immer offeneren antidemokratischen Vorgänge bezüglich der Innenpolitik fragen: „Ja, wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?“ Offensichtlich laufen sie so sehr aus dem Ruder, dass diese Parteien sich selbst zerlegen. Weiterlesen

Waffenruhe und Abzug schwerer Waffen

Sie haben eine Waffenruhe innerhalb von 48 Stunden beschlossen und den anschließenden Abzug schwerer Waffen. Der französische Staatschef François Hollande, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der russische Präsident Wladimir Putin.

Es ist im Grunde nicht verwunderlich, dass keine Vertreter der jungen Republiken im Donbass zu diesem Treffen in Minsk eingeladen waren. Sie können keine Waffen abziehen. Sie sind bereits zu Hause und nicht in einem fremden Kriegsgebiet.

Poroschenko beklagt nicht näher genannte „inakzeptable Bedingungen“ von Russland. Es bleibt zu hoffen, dass er sich nicht darauf beruht, um dieses Abkommen zu unterlaufen. Denn er steht unter starkem Druck. Was tun mit den Waffen aus Großbritannien? Was tun, um nicht länger die USA zu enttäuschen?

Die EU – ein Hort des Friedens

Pünktlich zum Beginn der neuerlichen Friedensgespräche in Minsk kann das ukrainische Verteidigungsministerium in einer Pressemeldung schon Erfolge melden.

Die britische Seite hat den ukrainischen Streitkräften materielle und technische Hilfe im Wert von 1.872.9218 US-Dollar gewährt, darunter Munition, Kevlar-Helme, kugelsichere Westen, Schlafsäcke und Verbandskästen für Kampffahrzeuge.

Russia Today deutsch kommentiert das in trockener Sachlichkeit:

Von weiteren friedensfördernden Beiträgen der britischen Regierung im Rahmen der heute stattfindenden Gespräche in Minsk, die von vielen Beobachtern, als „letzte Chance“ für eine friedliche Lösung im Ukraine-Konflikt angesehen werden, ist bisher noch nichts bekannt.

Der Putsch in Kiew wurde aus Washington geführt

„Ich habe nie Putin oder Medwedew sagen gehört, ihr werdet eine andere Regierung haben, wenn ihr nicht das Abkommen mit der EU unterschreibt. Aber ich habe [den EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik Štefan] Füle wiederholt sagen hören, wenn ihr nicht unterzeichnet wird es die andere Regierung tun“, sagte Azarow bei der Präsentation seines Buches „Die Ukraine am Scheideweg. Notizen eines Ministerpräsidenten“ in Moskau.

[…]

Nach Azarows Worten war es Washington, das den Plan, Janukowytsch und seine Regierung zu stürzen, anführte.

Hier der ganze Artikel bei Russia Today auf englisch.