Schlagwort-Archive: Krim

Europa sorgt sich um Russland. Wirklich um Russland?

Der deutsche Blätterwald titelt heute, dass sich Europa um Russland sorge. Es ist besonders der Verfall des Rubel, der den westlichen Ökonomen Sorge bereitet. Dabei sind die Aussagen der Presse wie üblich sehr ungenau. Nicht nur bezüglich der Form. Europa ist eben nicht die EU, sondern doch noch etwas größer. Und Sorgen machen sich vor allem diejenigen, die jetzt den Bumerang-Effekt der eigenen Taten fürchten. Vor allem aber sorgen sie sich nicht wirklich um Russland, sondern um sich selbst. Denn sie behindern sich. Der Kopf will nicht zulassen, dass die Hand, in der sie die Lösung haben, diese auch einsetzt. Weiterlesen

Niemand hat die Absicht, Bewegungsprofile zu erstellen

Am 15. Juni 1961 sagte Walter Ulbricht, Parteichef der SED und Staatschef der DDR, in einer Pressekonferenz einen geschichtsträchtigen Satz:

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

Aber schon damals hatte Ulbricht Pläne, die bis dahin offene Sektorengrenze dicht zu machen. Er hatte schon vorher den sowjetischen Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow als Oberbefehlshaber der zuständigen Besatzungsmacht gedrängt, das Problem zu lösen. (Dieser kleine Mann war so mächtig geworden, dass er 1954 die russische Halbinsel Krim der Ukraine schenken konnte.) Zwei Monate später, am 13. August 1961, wurde mit dem Bau der Mauer um Westberlin begonnen.

25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 stehen wir vor einer ähnlichen Situation. Seit in den 1990er Jahren begonnen wurde, staatliche Verantwortung in die Hände von Privatpersonen und -unternehmen zu legen, wurde auch über eine Privatisierung des Straßennetzes nachgedacht. Und nun wird über die Einführung einer allgemeinen Maut und die damit verbundene Überwachung des laufenden Verkehrs auf deutschen Fernstraßen diskutiert. Weiterlesen

Kiew in zwei Wochen

Der noch amtierende EU-Kommissionspräsident Barroso hatte am Sonnabend in Brüssel den versammelten Staats- und Regierungschefs von einem Telefonat berichtet, das er gerade mit Putin geführt hatte. Der habe dabei gesagt:

„Wenn ich will, kann ich in zwei Wochen Kiew einnehmen.“

Diese Worte gingen wie ein Lauffeuer durch den westlichen Blätterwald, der ohnehin für die Meldungen zur angeblichen Invasion Russlands in der Ukraine auffallend durchlässig ist. Selbst die Kämpfe in Palästina und im Kurdenland müssen da in den Hintergrund treten. Weiterlesen